SPD-Ortsverein Gebhardshagen - Calbecht - Engerode
                                                                 So machen wir das - wir schaffen das!

17.04.2019

An alle SPD-Mitglieder im Bezirk BS, hier das Kandidatenschreiben für das Amt des Bezirksvorsitzenden von Christos Pantazi und Falko Mohrs.


Kandidatur | Vorsitz im SPD-Bezirk Braunschweig

Liebe Genossinnen und Genossen,

am gestrigen Montag, 15. April hat der SPD-Unterbezirk Braunschweig in einer außerordentlichen Sitzung des UB-Ausschusses einstimmig beschlossen, mich als Kandidaten für das Amt des Bezirksvorsitzenden zu nominieren. Viele Genossinnen und Genossen hatten mich in den vergangenen Tagen darin bestärkt, diesen Schritt zu gehen. Für diesen Zuspruch und dieses Vertrauenin meine Person bin ich sehr dankbar. Ich habe mich daher entschlossen, mich beim anstehenden ordentlichen Bezirksparteitag am 27. April in Wolfenbüttel um das freigewordene Amt des Bezirksvorsitzenden zu bewerben.

Für die meisten von uns und so auch für mich kam der Rückzug von Hubertus Heil vom Amt des Bezirksvorsitzenden, den er während der Sitzung des Bezirksvorstandes am 5. April 2019 verkündete, völlig überraschend. Hubertus hinterlässt einen starken SPD-Bezirk, der in unserer Region die politisch gestaltende Kraft ist. Dafür gilt ihm mein Dank! Gleichwohl bedeutet sein selbst gewählter Rückzug auch, dass der SPD-Bezirk Braunschweig vor einem personellen und damit auch inhaltlichen Neuanfang steht. Dies stellt für die Sozialdemokratie zwischen Harz und Heide eine sehr weitreichende Weichenstellung dar.

Es ist meine feste Überzeugung, dass eine erfolgversprechende Nachfolgeregelung nicht von einigen wenigen festgelegt werden sollte. Im Sinne und Geiste der Erneuerung unserer Partei bedarf es hier einer transparenten Debatte, dieser will ich mich gerne stellen. Unser Bezirk befindet sich in der glücklichen Lage, über viele starke Persönlichkeiten und intakte Parteistrukturen zu verfügen – das ist ein großes Privileg, auf das wir alle stolz sein können. Ich möchte daher, dass dieses Kapital auch genutzt wird, um beim anstehenden SPD-Bezirksparteitag zum Wohle unserer Partei die bestmögliche personelle als auch inhaltliche Entscheidung für die Zukunft unseres Bezirks zu fällen. Schließlich gilt es, den SPD-Bezirk Braunschweig im Zusammenspiel mit den drei weiteren Bezirke des Landesverbandes als regionale Kraft zu positionieren und politisch vor Ort wieder mit Leben zu füllen.Seit Beginn meiner politischen Arbeit verstehe ich mich als Vorkämpfer für eine immer stärker zusammenwachsende Region. Das habe ich in meiner langjährigen politischen Laufbahn sowohl als derzeit stv. Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, als auch in den verschiedenen Parteiämtern stets vorgelebt. Stolz bin ich daher, dass es in meiner Zeit als Sprecher der „Braunschweiger Gruppe“ unserer hiesigen Landtagsabgeordneten gelungen ist, einige Meilensteine für die Region zu erreichen: So wie bei den zurückgewonnenen Fördermitteln im ländlichen Raum, unserem Ringen um eine öffentlich-rechtliche Lösung bei der NordLB oder den gestiegenen Mitteln für den Nahverkehr in unserer Region. Wir haben bewiesen, dass wir in Hannover gehört werden, wenn wir hier vor Ort gemeinsam und entschlossen an einem Strang ziehen.

Der SPD-Bezirk Braunschweig muss hierbei eine zentrale Rolle einnehmen. Genau da möchte ich ansetzen und meinem politischen Wirken für unsere Interessen durch das Amt des Bezirksvorsitzenden noch mehr Kraft verleihen. Ich stehe dabei für die Vision eines Bezirks, der nah mit den Menschen ist und der sich als die natürliche Interessenvertretung unserer Region versteht. Ein Bezirk, der seine Schlagkraft aus einer engen Verwurzelung zwischen Harz und Heide zieht, so wie ich es selbst vor Ort vorlebe.

 Unsere jüngsten Wahlerfolge waren kein Selbstläufer und konnten nur durch großes Engagement unzähliger Genossinnen und Genossen erzielt werden – diesem Anspruch möchte ich als Vorsitzender weiter gerecht werden und Bezirk sowie Unterbezirke noch enger zusammenführen. Ihr könnt euch sicher sein, dass ich höchsten Respekt vor diesem traditionsreichen Amt habe und ich werde versuchen, es mit all meiner politischen Erfahrung auszufüllen. Lasst uns daher gemeinsam dieses neue Kapitel aufschlagen.

Zum Wesen einer lebedingen Partei gehört es, dass Entscheidungen demokratisch getroffen werden. Ich bin mir sicher, dass wir alle durch diesen nun anstehenden Wettbewerb weiterwachsen werden. Die Bürgerinnen und Bürger honorieren es, wenn wir demokratische Prozesse vorleben und dabei zu einem bestmöglichen Ergebnis kommen. Ganz im Sinne der Erneuerung unserer Partei stehe ich für einen fairen und vor allem transparenten Wettbewerb und würde mich daher freuen, mit euch, euren Unterbezirken und Ortsvereinen in ein persönliches Gespräch zu kommen, um meine Vision von einer starken regional verwurzelten Partei zu erläutern.

 In diesem Sinne stehe ich euch jederzeit unter den obigen Kontaktdaten für ein Gespräch zur Verfügung und verbleibe  

mit solidarischen Grüßen,

Dr. Christos Pantazis, MdL

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Liebe Genossinnen, liebe Genossen,

nachdem in den vergangenen Tagen vieles diskutiert und geschrieben wurde, habe ich nun entschieden, mich ebenfalls direkt an euch zu wenden. Bisher habe ich mich zurückgehalten, um eine teils emotionale Diskussion nicht weiter anzufachen.

Kurz vor der Bezirksvorstandssitzung am 05. April teilte mir Hubertus Heil mit, dass er - nach zehn erfolgreichen Jahren als Vorsitzender des stolzen SPD-Bezirks Braunschweigs - nicht erneut kandidieren und mich stattdessen vorschlagen werde. Diesem Vorschlag ist der Bezirksvorstand in geheimer Abstimmung dann mit großer Mehrheit gefolgt. Ich freue mich sehr über das ausgesprochene Vertrauen und habe großen Respekt vor dieser Verantwortung. Dabei ist es gut und wichtig, dass der Bezirksparteitag am 27. April entscheidet, wer der zukünftige Vorsitzende sein soll. Ich bin froh, dass unser Bezirk auf allen Ebenen über ausgezeichnete und engagierte Repräsentantinnen und Repräsentanten verfügt. Mit Christos Pantazis und mir selbst stellen sich euch nun zwei Kandidaten zur Wahl.

Unser Bezirk ist auch nach 154 Jahren sowohl im ländlichen Raum als auch in den Städten stark aufgestellt: In den kommunalen Räten, bei den Hauptverwaltungsbeamtinnen und -beamten sowie in Land- und Bundestag. Nur so können wir unsere Heimat mit sozialdemokratischer Politik gestalten und voranbringen. Dies ist der Erfolg von gemeinsamer und guter Arbeit! Und es ist gleichzeitig ein verpflichtender Auftrag, diese Arbeit mindestens so gut weiterzuführen. Erfolge von gestern sind nicht automatisch Erfolge von morgen! Kommunikation und Strukturen im SPD-Bezirk Braunschweig müssen wir gemeinsam weiterentwickeln. Dabei haben wir vor allem den Anspruch, die Probleme im Alltag der Menschen zu lösen, genauso wie die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen unserer Zeit. Und dieser Anspruch ist richtig. Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft schwindet und Egoismen treten für Viele in den Vordergrund. Starke Schultern tragen oftmals schon nicht mehr die Hauptlast bei der Finanzierung unseres Sozialstaats. Genau das aber muss unser Anspruch bleiben! Nicht zuletzt rechte Populisten und Nationalisten gefährden Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Sie bedrohen damit die Grundwerte unserer SPD. Sie müssen daher auf entschlossenen und ungebrochenen Widerstand treffen!

Ich bin über meine jugendpolitische Arbeit auf kommunaler, Landes-, Bundes- und internationaler Ebene in die Politik gekommen. Seit 2013 gehöre ich dem Rat der Stadt Wolfsburg an und bin Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. Kinder-, Jugend- und Familienpolitik sind bis heute meine Herzensthemen geblieben. Nach Ausbildung und Studium habe ich bei Volkswagen zuletzt als Fertigungskoordinator in der Tiguan- und Touran-Montage gearbeitet.

In einem gemeinsam engagiert geführten Wahlkampf 2017 haben wir zusammen mit denOrtsvereinen und den Jusos das in unserer Region fehlende Direktmandat für denBundestagswahlkreis Helmstedt-Wolfsburg zurückgewonnen. Im Deutschen Bundestag bin ichstellvertretender Sprecher der SPD-Landesgruppen Niedersachsen und Bremen sowie Sprechervom Netzwerk Berlin, einer der drei Strömungen in der SPD-Bundestagsfraktion. Über dieGruppe von zwölf jungen neuen Bundestagsabgeordneten habe ich mich außerdem inkontroverse Debatten der letzten Monate eingeschaltet.Über meine Arbeit in den Ausschüssen für Wirtschaft und Energie sowie Digitales kann ich michin die für unsere Region so wichtige Zukunftsdiskussion einbringen. Dies betrifft industrielleVeränderungen auch - aber nicht nur - in der Automobilindustrie. Hier gilt es Weichenstellungendurchzusetzen, die sicherstellen, dass Arbeit und Umwelt nicht gegeneinander ausgespieltwerden. Wir müssen es schaffen, in der Veränderung Sicherheit zu geben. Wir müssen Solidaritätund Innovation miteinander verbinden. Meine engen Kontakte zu den Gewerkschaften undBetriebsräten helfen mir als IG-Metaller dabei, diese Herausforderung im Schulterschluss zugestalten. Hierbei bedarf es weiterhin der Einbindung aller - auf allen Ebenen.

Es gilt unsere jeweiligen Stärken im Bezirk nicht als Konkurrenz zu begreifen, sondern uns alsRegion insgesamt zu stärken. Der ländliche Raum muss dabei ebenso im Fokus stehen, wie dieStädte. Die Strukturveränderungen betreffen dabei die Motorenfertigung in Salzgitter genauso,wie das ehemalige Braunkohlerevier Helmstedt und die Dienstleistungsbranche. Unsere Heimatbraucht trotz der eigenen Stärke Unterstützung im industriellen Strukturwandel, beim Ausbauder Verkehrswege, bei der regionalen Infrastruktur, der medizinischen Versorgung und beiBildung und Wissenschaft. Nur wenn wir zusammenstehen, können wir uns als Region aufLandes- und Bundesebene durchsetzen.

Die Arbeiterwohlfahrt steht seit 100 Jahren für den Dienst an der Gesellschaft und denMenschen, die Unterstützung brauchen. Sie steht somit ebenso wie die SPD für klare Werte vonSolidarität, Gerechtigkeit und dafür, dass die Herkunft nicht über die Zukunftschancenentscheiden darf. Deswegen bin ich stolz, als Präsidiumsmitglied des AWO-BezirksBraunschweig, diese wichtige Arbeit mitgestalten zu können.

Ich freue mich auf den Parteitag in Wolfenbüttel. Ich habe großen Respekt vor der möglichenAufgabe als Bezirksvorsitzender und bin motiviert, im Falle der Wahl, unsere Region und unserenBezirk gemeinsam mit euch weiterzuentwickeln: Selbstbewusst, solidarisch und mit beidenFüßen auf dem Boden! Von uns wird zu Recht erwartet, dass wir Probleme lösen - und uns nichtmit uns selbst beschäftigen. Daher ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass wirgemeinsam mit euch und unseren natürlichen Verbündeten in Diskussionsforen,Veranstaltungen und Workshops die SPD 2020 im Bezirk gestalten.

Für Fragen oder Diskussionen stehe ich gerne zur Verfügung und freue mich auf dieZusammenarbeit mit euch. Unter der Handynummer 0179-5989349 oder E-Mailadressefalko.mohrs@bundestag.de erreicht ihr mich jederzeit.

Mit solidarischen Grüßen und Glück Auf!

Euer

Falko Mohrs, MdB                                                                                                                                                                   Stellv. Unterbezirksvorsitzender